DIY Video – LandArt

Klicke einfach das Bild an, um zum Video zu gelangen!

Kunst muss nicht im Atelier stattfinden. Im Freien, in der Natur gibt es unendlich viele Möglichkeiten, etwas ganz Neues zu gestalten. Damit meine ich nicht, einen Garten anzulegen. Manchmal sind die Übergänge aber fließend, denn LandArt-Objekte können Teile eines Gartens sein.

Im Kern geht es darum, mit den vorgefundenen Materialien etwas zu erschaffen, was es in der Natur so nicht gibt. Diese Kunstform ist in den 1960er Jahren in Amerika entstanden und war aufgrund der Flüchtigkeit, der Vergänglichkeit oder Veränderung der Werke durch Witterungseinflüsse etc. als Protest gegen den spekulativen Kunstmarkt gedacht. Mit Fotografie oder Videotechnik lässt sich LandArt inklusive der stattfindenden Veränderungsprozesse jedoch gut konservieren und als eine eigene Ausdrucksform verstehen.

Eine gute Möglichkeit, mit einer LandArt-Installation oder einem Objekt zu starten, ist ein Spaziergang in der Gegend, in die es Dich zieht. Dabei wirst Du automatisch einen ansprechenden Ort und interessantes Material finden. Auch den Einfluss des Wetters, also den Sonnenstand, Wind, Wasserkraft kannst Du bewusst in Dein Konzept mit einbeziehen.

Du kannst die Herausforderung annehmen und ohne jegliches Werkzeug arbeiten oder Du beschränkst Dich zunächst auf ein Taschenmesser oder eine Gartenschere. Mit Steinen, kleinen Zweigen und z. B. Löwenzahnblüten kannst Du schon ein Mandala legen. Grashalme lassen sich flechten, Äste zu dreidimensionalen Körpern aufschichten. Im Winter kannst Du mit Eiszapfen arbeiten oder Schnee-Skulpturen bauen. Du kannst Blütenblätter besonders anordnen, vom Wind wegpusten lassen und mit etwas Geschick dabei filmen. Noch viel mehr Inspiration findest Du in den Filmen „Rivers and Tides“ und „Leaning against the Wind“ (Andy Goldsworthy).

In meinem Video siehst Du eine Installation, die ich 2018 in der Uckermark über drei Tage hinweg angefertigt habe. Meine Ausrüstung bestand nur aus einem Taschenmesser. Aus Sauerampfer, Knöterich und Gräsern habe ich sieben Kränze gebunden, an die Zweige einer Weide gehängt und am Boden mit Hilfe von Stöckchen und Ranken verankert. Der Wind ließ die Kränze im Wind schwingen. Damals standen mir einige Umbrüche im Leben bevor, von denen ich noch nichts wusste, als ich die Installation bastelte. Den Blick durch die verschiedenen Kränze sah ich als Fokus für mögliche Zukunftsentwürfe.