DIY Videos – Mit Eitempera malen

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Im ersten Video Video lernst Du die Eigenschaften von Eitempera-Farben beim Vermalen kennen. Als Bildträger dient ein Keilrahmen, den ich mit Baumwollstoff bespannt und mit verdünnter Wandfarbe grundiert habe. Dieser Untergrund ist sehr saugfähig, so dass die Temperafarbe gut darauf haftet.

Seit vielen Jahren sammle ich Ausschnitte aus Zeitschriften, die mir aus irgendeinem Grund gefallen, in einem großen Notizbuch. Wenn die Zeit reif dafür ist, wollen diese besonderen Bilder gemalt werden. Im Video zeige ich Dir, wie zwei Menschen auf der Leinwand lebendig werden.

Zuerst geht es aber darum, eine Farbatmosphäre herzustellen, die auf das Motiv einstimmt. Das Foto, das ich als Inspiration gewählt habe, mutet ein wenig irritierend an. Deshalb geht es farblich ein bisschen hin und her, was insbesondere im zweiten Video bei der Fertigstellung des Bildes zu ist.

Nach der farblichen Vorbereitung der Leinwand kommen mit einer groben Skizze die Menschen ins Spiel. Das Skizzieren von Personen ist ein Suchen nach den passenden Proportionen und immer wieder anspruchsvoll. Beim Ergebnis steht der eigene Bildausdruck im Vordergrund, nicht unbedingt die naturgetreue Darstellung. Das Ausgangsfoto liefert nur die grundsätzliche Bild-Idee – eine Art Katalysator – und ist eine gute Stütze für die Bild-Komposition. Wie weit das fertige Bild davon abweichen wird? Wer weiß das schon so genau? Für mich ist es gerade das, was die eigene Kunst ausmacht. 

Im zweiten Video zeige ich Dir, wie Du das Bild farbig, flächig anlegst, um Dir einen Überblick zu verschaffen. Wenn Du dabei schnell arbeitest und mit der Farbe „nass in nass“ malst, wirkt es leicht und locker. Außerdem passt das Dreckige, das beim Wiederanlösen der dunklen Konturfarbe entsteht, sehr gut zum Erdigen, Naturverbundenen im Bild.

Der Hintergrund erfährt einen rasanten Farbwechsel mit viel Unruhe im Bild, endet aber in einem ruhigen Ockerton auf goldenem Boden. Diese Farben verwende ich sonst sehr selten, aber hier empfinde ich sie als passend. Bei Dir kann die Farbfindung natürlich schneller gehen und anders ablaufen. Es geht darum, nicht aufzugeben und zu experimentieren, bis das Gesamtbild stimmig ist. Ich bewege mich dabei oft sehr weit von meiner Foto-Inspiration weg. Das Foto ist nur so etwas wie eine Initialzündung für das eigene Bild.