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Helen Stolze (aka Astrid Blohme), Crime Quickies; zur Bestellung bitte Bild anklicken!

Drei kriminalistische Quickies führen sprachlich reich bebildert und mit ein paar Spritzern Gesellschaftskritik in die unbeleuchteten Abgründe der menschlichen Täter- und Opfer-Psyche. Sterben ist unangenehm, aber immerhin findet es an schönen Orten statt: morgens kurz vor 5 in Norddeutschland am warmen Bauch von Kuh Luise, im mondänen Hotel in Manhattan oder am lykischen Wanderweg im Süden der Türkei.

Bäuerliche Idylle der ausgehenden 1970er Jahre trifft auf linksintellektuelle Szene in Bremen, Gewinner und Verlierer hassen und lieben sich im spekulativen Kunstzirkus von New York, und im Love, Peace & Soul Yoga-Retreat knistert sogar die Enthaltsamkeit.

Fünf seidene Kordeln – „Er sieht, wie sein Schatten im Mondlicht auf das Federbett fällt und wie liebevoll und entspannt das Gesicht des Mädchens ist. Dieser Ausdruck wird sich nur ganz kurz verzerren. Dann wird diese junge Frau ein Reich betreten, in dem sie es besser haben wird als auf ihrem Melkschemel.“

Barbies Fate – „Unangenehme Schweißausbrüche plagten ihn, das Einatmen bereitete ihm unermessliche Schmerzen. Es war ein opulenter Tod. Panoramablick aus der 53. Etage auf den Central Park. Zur Ausstattung der Suite gehörte ein großes, mit Seide tapeziertes Schlafzimmer, ein Badezimmer mit Luxusbadewanne und verglaster Dampfdusche für zwei Personen.“

Das Todes-Retreat – „Den Schädelbasisbruch hatte sie nicht überlebt. Erst als alles zu spät war, fand man sie gut 20 Meter unterhalb der zerklüfteten Felswand. Das Wasser bewegte sich rhythmisch und ließ oben nur noch ein leichtes Rauschen zurück.“